Richtig Bewerben Teil 1 –Vorbereitung und schriftliche Bewerbung

Ihr schaut immer mal wieder online nach freien Stellen und plötzlich ist er da: euer absoluter Traumjob. Jetzt fehlt nur noch eure aussagekräftige Bewerbung, um die erste Hürde zu überspringen. Aber wie könnt ihr das Unternehmen von euch überzeugen? In den meisten Fällen sind zuerst zwei Klassiker gefragt – das Anschreiben und der Lebenslauf. Wir verraten euch, worauf ihr dabei achten und worüber ihr euch Gedanken machen solltet, bevor ihr an die schriftliche Arbeit geht. 

Die Vorbereitung

Informiert euch gut über euren Wunscharbeitgeber. Ihr interessiert euch zum Beispiel für einen Job mit internationalen Aufgaben? Gerne würdet ihr auch eine Zeit im Ausland arbeiten? Dann solltet ihr wissen, wie international das Unternehmen oder die Organisation  aufgestellt ist. Macht euch mit zentralen Daten vertraut und vor allem den Aspekten, die für euch besonders wichtig sinInformiert euch gut über euren Wunscharbeitgeber. Ihr interessiert euch zum Beispiel für einen Job mit internationalen Aufgaben? Gerne würdet ihr auch eine Zeit im Ausland arbeiten? Dann solltet ihr wissen, wie international das Unternehmen oder die Organisation  aufgestellt ist. Macht euch mit zentralen Daten vertraut und vor allem den Aspekten, die für euch besonders wichtig sind. Ebenso klar sollte euer Verständnis von euch selbst sein. Was zeichnet euch als Person aus? Was sind eure Stärken? Und was davon ist allgemein für Arbeitnehmer:innen wichtig und was speziell für die ausgeschriebene Position? Fragt dazu am besten auch im Verwandten- und Bekanntenkreis nach. So gewinnt ihr mehr Sicherheit und kommt vielleicht zusätzlich auf Punkte, an die ihr nicht gedacht habt. Ganz wichtig: Zeigt euch im gesamten Bewerbungsprozess von eurer besten Seite, aber bleibt dabei ehrlich und authentisch. 

Der Lebenslauf

Achtet bei den Zeitangaben darauf, dass der Lebenslauf übersichtlich bleibt. So können die Recruiter:innen euren Werdegang schnell erfassen. Der tabellarische Lebenslauf eignet sich am besten – links die Zeitangaben, rechts die Stationen und Positionen. Strukturiert ihn chronologisch in die Kategorien persönliche Daten, Berufserfahrung, Ausbildung und sonstige Qualifikationen. Dabei startet ihr jeweils mit der letzten Station, im Block Ausbildung also in der Regel mit eurem Studienabschluss. Danach geht ihr chronologisch zurück in die Vergangenheit. Auch Interessen, ehrenamtliches Engagement und Hobbys können durchaus einen guten Eindruck machen. Sie sind Teil eurer Persönlichkeit, aus denen sich interessante Erkenntnisse ableiten lassen, die euch von anderen Bewerber:innen abheben. Zudem finden Recruiter:innen so einen schnellen Gesprächseinstieg in den Smalltalk, denn der muss ja nicht immer mit dem Wetter oder der Anreise starten. 

Mit einem frischen Design könnt ihr eurem Lebenslauf Individualität und einen hohen Wiedererkennungswert verleihen – es ist aber kein Muss. Das gilt auch für das Foto. Laut Allgemeinem Gleichbehandlungsgesetz (AGG) darf das Bewerbungsfoto weggelassen werden. Recruiter:innen freuen sich aber trotzdem immer darüber, ein Lächeln zu sehen. Platziert werden sollte das Foto oben links oder rechts. Halbporträts vor einem neutralen Hintergrund eignen sich am besten für Bewerbungen. 

Das Anschreiben

Bei EY ist das Anschreiben mittlerweile kein Muss mehr. Wenn ihr euch aber dennoch dafür entscheidet, freiwillig ein Anschreiben zu verfassen, um mehr von euch zu erzählen,, solltet ihr dabei ein paar Dinge berücksichtigen. Standardformulierungen wie „… hiermit bewerbe ich mich auf …“ solltet ihr grundsätzlich vermeiden. Gerade der erste Satz sollte die Recruiter:innen abholen und sie zum Weiterlesen motivieren. Hier könnt ihr eurer Kreativität freien Lauf lassen. Dabei eignet es sich besonders gut, eine Brücke zum Unternehmen zu schlagen, um schon zu Beginn zu zeigen, warum ihr die richtige Person für die Stelle seid. Das Anschreiben sollte insgesamt nicht zu lang, aber dafür on point sein. Eine DIN-A4-Seite reicht in der Regel vollkommen aus, um aussagekräftige und relevante Inhalte aufzuführen. Achtet darauf, dass ihr alle in der Stellenanzeige gewünschten Punkte wie etwa das früheste Eintrittsdatum berücksichtigt. Seid selbstbewusst und stellt auch im weiteren Verlauf heraus, warum ihr der oder die richtige Kandidat:in für den Job seid. Macht dabei deutlich, dass ihr euch mit dem Berufsbild auseinandergesetzt habt und den Job aus Überzeugung antreten wollt. Bleibt aber ehrlich. Es ist sinnvoll, eure Bewerbung mit Worten abzuschließen, die neugierig machen und im Gedächtnis bleiben. Stellt dabei auch am Ende gern einen inhaltlichen Bezug her, zum Beispiel: „Ich freue mich darauf, gemeinsam mit EY die Transformation der Wirtschaft voranzutreiben.“ Oder alternativ: „Sehr gern würde ich in einem persönlichen Gespräch weiter ausführen, warum diese Position so gut zu meinen Interessen und Zielen passt.“ 

Das Vier-Augen-Prinzip

Abschließend noch ein Tipp, den HR-Kolleg:innen schon seit Jahrzehnten geben: Bitte lasst eure schriftliche Bewerbung noch einmal gegenlesen; sowohl auf Inhalte, aber vor allem auf mögliche Fehler in der Rechtschreibung, Zeichensetzung und Grammatik. Und das gilt für jede Art von Bewerbung. Nur noch selten ist eine postalische Bewerbung erforderlich. In der Regel werdet ihr euch online über das jeweilige Bewerbungssystem bewerben und dort den Lebenslauf und ggf. ein Anschreiben hochladen oder in entsprechende Felder übertragen. 

So – hinter euren Lebenslauf und auch das mögliche Anschreiben könnt ihr nun einen Haken setzen. Wenn ihr alle Kriterien berücksichtigt habt und die entsprechende Qualifikation vorweisen könnt, steht einem persönlichen Gespräch nichts mehr im Weg. Hat da gerade jemand Vorstellungsgespräch gesagt? Kein Grund zur Panik. Warum Nervosität auch etwas Gutes ist und worauf ihr sonst noch achten solltet, erfahrt ihr im zweiten Teil von „Richtig Bewerben“ auf unserem EY Blog.  

Falls ihr schon jetzt Lust bekommen habt, die Tipps aus Teil 1 in der Praxis umzusetzen, geht auf unsere Karriereseite und bewerbt euch. Wir freuen uns, euch kennenzulernen.