Raus aus der Komfortzone

Die eigene Komfortzone verlassen und Grenzen austesten: Damit kennt sich Deniz aus. Sie ist nicht nur EY-Managerin, sondern auch zertifizierte Trainerin und ein echtes Sport-Ass. Wie sie ihrer Leidenschaft folgt und Herausforderungen meistert, darüber hat die studierte Wirtschaftspsychologin jetzt ein Buch geschrieben – mehr dazu in unserem Interview.

Hallo Deniz, was machst du bei EY?

Ich bin Managerin bei EY und leite verschiedene Projekte im Bereich Change und Talent Management. Dabei beschäftige ich mich vor allem mit neuen Jobrollen und den beruflichen Kompetenzen der Zukunft.

Neben deiner Managertätigkeit betreibst du intensiv Sport …

Meine Leidenschaft gilt dem Schwimmen. Schon mehr als zwanzig Jahre begleitet mich dieses Hobby. Ich repräsentiere Deutschland in internationalen Wettkämpfen und freue mich, in der Türkei den Schwimmrekord über 200 Meter Schmetterling zu halten.

Ein toller Erfolg! Du hast auch ein Buch geschrieben: „Out of Comfort Zone“. Worüber handelt es?

Es geht darum, die persönliche Komfortzone zu verlassen: Wie man die eigenen Potenziale entdeckt und die Herausforderungen im Leben als Chance nutzt, um weiter zu wachsen und die eigenen Träume zu verwirklichen. Im Buch schreibe ich über meine persönlichen Lebenserfahrungen – die Herausforderungen im Schwimmsport und Beruf – kombiniert mit wissenschaftlichen Erkenntnissen aus der Psychologie. Dazu gibt es viele Praxistipps rund um Widerstandsfähigkeit, Selbstkontrolle, Meditation und Zeitmanagement.

Wie bist du auf die Buchidee gekommen?

Vor zwei Jahren habe ich in einem Viererteam den Ärmelkanal durchschwommen. Dafür habe ich wirklich meine Komfortzone verlassen: Mehr als ein paar Minuten in so eisigem Wasser zu schwimmen, ist sehr herausfordernd. Dazu kommt, dass ich vor zehn Jahren in einem Wettkampf aufgrund einer Unterkühlung bewusstlos wurde und seitdem eine Phobie gegen Kaltwasser hatte. Ich habe mich dann bewusst für diese Challenge entschieden und mich gezielt vorbereitet. Diese extremen Erlebnisse haben mich so stark geformt und solche Emotionen in mir ausgelöst, dass ich diese Erfahrungen teilen wollte.

Weshalb du zunächst eine Website ins Leben gerufen hast …

Genau, ich habe http://www.outofourcomfortzone.com gegründet und meine Erfahrungen sowie weitere wissenschaftliche Informationen dort veröffentlicht. Die Resonanz war so positiv, dass es mich zum Schreiben des Buches ermutigt hat. Der konkrete Auslöser war dann ein sechsmonatiger Einsatz für EY in Südafrika. Dort schwamm ich von Robben Island nach Cape Town – zweieinhalb Stunden in vierzehn Grad kaltem Wasser und mit der Gefahr Weißer Haie. Anschließend war ich vier Monate im Corona-Lockdown, in einem wildfremden Land, alleine, wieder einmal außerhalb meiner Komfortzone. Mit den vielen Eindrücken nutzte ich dann die Lockdown-Phase, um mit meinem Buch anzufangen.

Hat dich EY als Arbeitgeber dabei unterstützt?

Durch die tolle Unterstützung meiner Führungskräfte und Kolleginnen und Kollegen sowie den flexiblen Arbeitsmodellen konnte ich motiviert dem Schwimmen und Schreiben nachgehen. Auch beim Buchmarketing hatte ich besondere Unterstützung durch EY: Unser CEO sowie meine Partner haben das Buch bei LinkedIn weiterempfohlen. Diesen Rückhalt zu spüren und sich sowohl beruflich als auch privat selbst verwirklichen zu können, schätze ich sehr.

Gibt es etwas, das du unseren Leserinnen und Lesern abschließend mitgeben möchtest?

Kennt keine Grenzen! Folgt immer eurer Leidenschaft. Solange ihr dafür hart arbeitet, wird euch der Erfolg immer begleiten. Habt keine Angst, eure eigenen Grenzen zu testen. Nutzt Herausforderungen als Chance und ihr werdet sehen, dass Wunder außerhalb eurer Komfortzone geschehen werden!

Möchtet ihr mehr über das Thema erfahren? Das Buch „Out of Comfort Zone“ von Deniz Kayadelen ist auf Amazon erhältlich. Oder schaut auf ihrer Website www.outofourcomfortzone.com vorbei. Mehr Informationen zu flexiblem Arbeiten bei EY findet ihr auf unserer Karrierewebsite.