EY Megatrends 2020

Du hast bestimmt schon mal etwas von Megatrends gehört – aber was genau versteht man eigentlich darunter? Megatrends sind ein Teil der Zukunftsforschung. Man versteht darunter Phänomene bzw. Trends, die der Forschung nach die nächsten 20 bis 30 Jahre aktuell sein werden, die die Gesellschaft, Politik und Umwelt prägen und global auftreten sollen – wenn auch in unterschiedlicher Intensität. Und warum macht es Sinn, sich mit diesen Trends zu beschäftigen? Da sie durch die Gegebenheiten aus Umwelt und Gesellschaft entstehen und immer in Bewegung sind, betreffen sie jede und jeden einzelnen von uns, gewollt und ungewollt – und sie beeinflussen natürlich auch unsere Arbeitswelt. So wie jedes Unternehmen ist auch EY davon betroffen. Unsere Expertinnen und Experten führen daher seit 2016 alle zwei Jahre eine Studie durch, um Megatrends frühzeitig zu definieren und daraus entstehende Chancen aufzugreifen, die andere vielleicht noch gar nicht sehen.

Auch heuer gibt es wieder eine neue Studie, in der, in Hinblick auf Bevölkerungszuwachs, Klimawandel, Generation Z und Globalisierung, acht neue Trends identifiziert wurden. In diesem Blog-Beitrag wollen wir dir einen Auszug aus den aktuellen Trends näherbringen und zeigen, wie auch du sie zu spüren bekommst beziehungsweise wie du sie nutzen kannst.

  • Dekarbonisierung

Bei der Dekarbonisierung geht es darum einen neutralen CO2 Haushalt zu generieren. Die Idee ist hier, Prozesse, die zur Kohlenstoffproduktion führen zu ersetzen bzw. zu kompensieren. Vor allem wenn es um Faktoren wie zum Beispiel Transport, Logistik oder Heizung geht, können Unternehmen einfach zur CO2-Eindämmung beitragen, etwa durch den Einsatz von erneuerbaren Energien oder durch Elektrifizierung und Digitalisierung von Arbeits- und Produktionsprozessen.

EY hat es sich in diesem Belangen zum Ziel gemacht, Ende 2020 weltweit CO2-neutral zu werden. Ein Ansatz in Österreich ist bspw. der Einsatz von Ecosia als Standardsuchmaschine. Somit tragen alle Mitarbeitenden bei jeder Internet-Suche automatisch zur Wiederaufforstung bei. In Bezug auf Karriere verringern wir beispielsweise durch virtuelle Interviews und Meetings unseren CO2-Verbrauch und mit unseren Bambooks als Recruitingbroschüre verteilen wir nicht nur wiederverwendbare Notizbücher, sondern tragen auch noch zum Stopp der Entwaldung bei.

Willst du wissen, wie viel CO2 du selbst verbrauchst? Online gibt es eine Vielzahl an unterschiedlichen Tools – zum Beispiel die klimakompass-App von worldwatchers – die dir dabei helfen, deinen Alltag energieeffizienter zu gestalten.

  • Verhaltensökonomie

Durch unsere täglichen Online-Recherchen, Gesichts- oder Stimmerkennung und Datenspeicherung bei jeder Online-Bestellung, geben wir oft mehr über unsere Ängste und Wünsche an Suchmaschinen preis als an unseren Freundeskreis und unsere Familie. Ein Phänomen, das selbstverständlich auch Konsequenzen für die Wirtschaft hat: Der berühmt berüchtigte Facebook-Algorithmus, der personalisierte Werbung für deine Präferenzen anzeigt, ist wohl das populärste Resultat.

Wir müssen also herausfinden, wie wir diese Verhaltensökonomie für uns positiv nutzen können aber gleichzeitig nicht zu viel von uns preisgeben. Unser Tipp: Überlege das nächste Mal zweimal, bevor du deine E-Mail-Adresse oder andere persönliche Daten in einem Online-Forum freigibst und hinterfrage die Werbeanzeigen auf Social-Media-Plattformen, bevor du in den Online-Shopping-Wahn verfällst. Natürlich gibt es bei diesem Thema nicht nur negative Aspekte. Sollte dich beispielsweise ein Inserat erreichen während du aktiv in einem bestimmten Bereich auf Jobsuche bist, kann dir das Resultat dieser Verhaltensökonomie im besten Fall sogar zu einer neuen Position verhelfen. Das richtige Inserat hat dich bis jetzt nicht erreicht? Dann nimm dein Glück in unserem Jobportal gleich selbst in die Hand!

  • Privat- und Berufsleben

Arbeit und Freizeit verschmelzen immer mehr, der traditionelle Acht-Stunden-Tag, die Fünf-Tage-Woche und die akademische Ausbildung werden immer weniger attraktiv für die kommenden Generationen. Unsere Normen, wie wir sie seit Jahrzehnten kennen und leben, verändern sich aufgrund der Schnelllebigkeit und der wachsenden Lebenserhaltungskosten. Die Gen Z möchte alles auf einmal: weniger arbeiten, mehr Freizeit, finanzielle Sicherheit und Selbstverwirklichung. Aber was muss sich ändern, um diese Vorstellungen auch zu realisieren? Und was heißt das für den Arbeitsmarkt und Bewerberinnen und Bewerber? Flexibilität wird von allen Seiten gefragt und gefordert – egal ob in Bezug auf Arbeitszeit oder Arbeitsort, digitale Affinität ist dabei eine Grundvoraussetzung. Damit unsere Mitarbeitenden ihr Leben so individuell wie möglich gestalten können, bietet EY bspw. eine Vielzahl verschiedener flexibler Arbeitszeitmodelle.

Die oben genannten Themen sind nur drei Aspekte der gesamten Studie. Natürlich wollen wir dir auch die anderen Trends nicht vorenthalten. Deshalb gibt es nachfolgend noch eine kurze Zusammenfassung, um dir einen Einblick in zukünftig zeitkritische Themen zu geben:

  • Techonomic cold war – der sogenannte technologische „Kalte Krieg“ zwischen großen Nationen
  • Synthetic media – künstliche Medien können Falschinformation erzeugen oder Diebstahl und Betrug auslösen
  • Future of thinking – die Technologie beeinflusst nicht nur unser Verhalten, sondern auch unsere Denkweise
  • Microbiomes – die kleinste Einheit auf unserem Planeten, das Mikrobiom, könnte große Auswirkungen für die Menschheit, Wirtschaft und Umwelt haben
  • Synthetic biology – Zellen und DNA können dadurch schneller gelesen, reproduziert oder sogar neu geschrieben werden

Bist du neugierig geworden? Die gesamte Studie findest du hier zum Download. Du möchtest lieber gleich ein Teil davon werden, in diesen Trends eine Möglichkeit und Chance zu sehen? Dann bist du auf unserem Jobportal richtig.