Parents @EY – Vom Big Apple nach Berlin

Im zweiten Teil unserer Reihe „Meet the Parents“ lernt ihr heute Ebony kennen. Ebony hat zweieinhalb Jahre lang für EY Americas Advisory gearbeitet, bevor sie zu EY nach Berlin gewechselt ist. Hier ist sie Managerin in der Transaktionsberatung und hat hinsichtlich der Work-Life-Balance schon früh Unterschiede zwischen den USA und Deutschland entdeckt.

Hallo Ebony, kannst du uns kurz deine berufliche Laufbahn beschreiben?

Bevor ich nach Deutschland umgezogen bin, war ich in New York für EY tätig. Mit meinem Mann, der aus Deutschland kommt, habe ich mich zum Umzug entschlossen. Als ich bei EY GSA angefangen habe, war ich Senior Consultant und bereits im fünften Monat schwanger. 

Dann hattest du ja einen ganz besonderen Start in Deutschland! Wie bist du nach der Geburt deines Kindes ins Berufsleben zurückgekehrt und wie vereinbarst du heute dein Familienleben mit dem Job?

Nach meiner siebenmonatigen Elternzeit habe ich zunächst 32 Stunden mit einem freien Tag pro Woche gearbeitet. Jetzt bin ich wieder in Vollzeit tätig. Unsere Tochter geht zur Kita und mein Mann, der als Künstler arbeitet, kümmert sich in der Regel dienstags bis donnerstags um den Tagesablauf, wenn ich auf Geschäftsreisen bin. Montags und freitags übernehme ich das Hinbringen und Abholen unserer Tochter von der Kita und kümmere mich um den Haushalt. An den Tagen, an denen ich zu Hause bin, logge ich mich gegen 15 Uhr aus, um meine Tochter abzuholen. Wenn die Kleine schläft und es noch etwas zu tun gibt, kann ich dann immer noch weiterarbeiten. So bekomme ich Beruf und Familie ganz gut unter einen Hut. Ich freue mich aber auch immer über neue Ideen und Lösungen zur Work-Life-Balance im Professional-Services-Umfeld. Dafür vernetze ich mich gerne mit anderen Eltern bei EY.

Stellst du bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf Unterschiede zwischen den USA und Deutschland fest?

Auf jeden Fall! In den USA ist der Mutterschutz nicht gesetzlich vorgeschrieben und weitgehend von dem Unternehmen abhängig, in dem man als Mutter beschäftigt ist. Bei EY in den USA können sowohl Mütter als auch Väter immerhin 16 Wochen Elternzeit nehmen. Das ist im Vergleich zu den US-Standards sehr großzügig. In Deutschland ist das natürlich anders. Hier haben Eltern bei der Gestaltung der Elternzeit deutlich mehr Freiräume und können sich viel Zeit für ihre Neugeborenen nehmen. Dafür gibt es in den USA mehr Möglichkeiten der frühkindlichen Betreuung. Als ich in Deutschland nach etwa einem halben Jahr wieder zur Arbeit gehen wollte, war die Suche nach einer Kinderbetreuung für mich eine echte Herausforderung. 

Jetzt arbeitest du als Mutter wieder in Vollzeit und bist wahrscheinlich auf eine gewisse Flexibilität angewiesen. Gibt es konkrete Absprachen mit deinen Kolleginnen und Kollegen bei EY oder deinen Mandanten?

Wir sind natürlich davon abhängig, wie häufig unsere Kunden uns vor Ort haben möchten. Dann passen wir uns flexibel an und koordinieren die Arbeit entsprechend. Manchmal sind es mehrere Tage in der Woche, manchmal gar keine. Daher ändert sich die Verteilung der Familienaufgaben von Zeit zu Zeit. Allerdings haben mein Mandant und ich vereinbart, dass ich drei Tage in der Woche vor Ort bin, damit wir uns persönlich treffen können. Welche Tage das sind, kann ich selbst entscheiden. Ich halte sie aber zugunsten meiner Familie und meines Mandanten konstant.

Welche Tipps würdest du anderen Eltern bei EY mitgeben?

Nun, das Sprichwort „Es braucht ein Dorf, um ein Kind aufzuziehen” ist völlig zutreffend. Es ist wirklich wichtig, dieses „Dorf” für sich selbst und seine Familie zu schaffen. Besonders, wenn man im Job unterwegs ist, wird dieses System der Unterstützung entscheidend. Zum Beispiel helfen sich die Eltern in meinem Wohnhaus bei Bedarf gegenseitig aus. Außerdem unterstützt meine Schwiegermutter, wenn mein Mann und ich Projekttermine haben, die wir einhalten müssen. Darüber hinaus versuche ich mich immer an die Regel zu halten: „Wo immer du bist, sei da.” Das heißt: Egal, wo ich mich befinde, ob am Arbeitsplatz oder zu Hause – ich lasse mich voll und ganz auf die jeweilige Situation ein. Es hilft mir, wöchentlich eine reine Familienzeit einzuplanen. Zu guter Letzt: Vergiss dich selbst nicht! Es ist wichtig, sich Zeit zum Auftanken zu nehmen.