Private Equity bei EY Law – International arbeiten in einem jungen und diversen Team

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Dr. Jan Philipp Feigen ist studierter Jurist und Associate Partner bei EY Law in Hamburg. Dort arbeitet er im Bereich der M&A Transaktionen und leitet die deutsche Praxisgruppe Private Equity Law. Warum er von einer Großkanzlei in die Rechtsberatung von EY gewechselt ist und wie er Berufs- und Privatleben miteinander vereinbart, hat er uns in diesem Interview erzählt.

Du bist noch ganz frisch bei EY, was war für Dich bei der Entscheidung für EY das ausschlaggebende Argument?

Ganz allgemein lässt sich beobachten, dass die Big4 recht erfolgreich in den Rechtsberatungsmarkt, insbesondere auch im Bereich M&A, vordringen und den klassischen Kanzleien gerade im sogenannten Mid-MarketSegment Marktanteile abknüpfen. Ich vermute, dass wir mittelfristig eine gewisse Marktkonsolidierung sehen werden, die enormes Potenzial für EY Law bietet. Diverse EY Teams, insbesondere aus den Bereichen Transaction Tax (TT), Audit und den Transaction Advisory Services (TAS) sind in meinem Kernbereich Private Equity bereits führend. Die Idee, die deutsche Private-Equity-Praxisgruppe von EY Law mitzugestalten und gemeinsam mit den Topteams von TT und TAS in den Markt zu gehen, fand ich unternehmerisch sehr spannend.

Du kommst aus einer Großkanzlei: Was hat Dich dazu bewogen, in die Rechtsberatung einer BigFour-Gesellschaft zu wechseln und welche Vorteile bietet Dir das als Anwalt?

Wir sehen immer mehr, dass Mandaten nicht mehr für jedes Problem einen eigenen Berater haben wollen, sondern eher einen Sparringspartner, der den Mandanten in einem für ihn wichtigen Bereich des Geschäftslebens umfänglich unterstützt, etwa bei der Transformation des Geschäftsmodells im Rahmen der Digitalisierung. Da ist die rechtliche Beratung, z.B. in meinem Bereich im Rahmen einer Akquisition, nur ein kleiner Baustein in der Gesamtberatung, die EY leisten kann. Auch in der Transaktionsberatung ist es für die Mandanten sinnvoll, sich einen Berater zu suchen, der von der strategischen Beratung über die Legal-, Tax-, Financial-, Commercial-, Environmental- und IT-Due-Diligence bis hin zu Kaufvertrag und Post Deal Integration alle Disziplinen beherrscht, um Ineffizienzen und Lücken zu vermeiden. EY ist hier mit fast allen für uns interessanten PE-Mandanten in der einen oder anderen Disziplin schon sehr gut vernetzt. In einem solchen, ganzheitlichen Beratungsangebot liegt m.E. die Zukunft und entsprechend viele Chancen für EY Law. Dass mein Kollege und Freund Dr. Maximilian Menges ebenfalls zu EY Law gewechselt ist, macht die Sache natürlich noch spannender!

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Lieber Jan, erzähl uns Näheres zu Deiner Rolle bei EY. Was zählt zu Deinen Kernaufgaben?

Ich leite die deutsche Praxisgruppe Private Equity bei EY Law und arbeite im Bereich der M&A Transaktionen. Auf einem Deal sind meine Kernaufgaben u.a. die Koordination der Legal Due Diligence sowie die entsprechende Verhandlung der relevanten Transaktionsdokumentation, also insbesondere Anteilskaufs- und Beteiligungsverträge sowie Gesellschaftervereinbarungen. Daneben gibt es vielfältige weitere Aufgaben, die vom Deal abhängen, etwa die Umsetzung von Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen oder Umstrukturierungen vor oder nach dem Deal. Ansonsten nehmen auch diverse Verwaltungstätigkeiten und natürlich das Business Development viel Zeit in Anspruch.

Als globale EY-Organisation verfolgen wir den Anspruch „Building a better working world.” Wie integrierst Du diesen Anspruch in Deinen beruflichen Alltag?

Für mich hat dieses Motto eine externe und interne Komponente. In Bezug auf den Mandanten bedeutet dies, dass wir dem Mandanten eine moderne, interdisziplinäre, exzellente, globale und technologieunterstütze Beratung aus einer Hand bieten, die er so anderswo nicht oder nicht in vergleichbar guter Qualität bekommt. Das bedeutet, auch mal ganz neue Wege zu gehen, wie z.B. die Akquisition von Riverview Law durch EY zeigt.

Für mein Team bedeutet dies, dass wir den Anspruch haben, dafür zu sorgen, dass jedes Teammitglied gerne morgens ins Büro kommt und Spaß an der Arbeit hat. Das heißt für mich z.B. respektvoller Umgang, spannende Aufgaben, gegenseitiges Covern z.B. bei privaten Terminen, Team Events, Diversity sowie eine gelebte Feedback-Kultur. Nichts ist gerade für jüngere Kollegen frustrierender, als auf einer Transaktion kleine Einzelaufgaben am Fließband im Hinterzimmer zu erledigen, ohne Lerneffekt und ohne Verständnis für die Entwicklung der Gesamttransaktion. Bei uns wird viel im Team gearbeitet und auch unser Büro ist entsprechend modern ausgerichtet, mit Team Rooms, Collaboration Spaces, viel Glas und einer Open Door Policy.

Wie vereinbarst Du Privat- und Berufsleben?

Meine Frau und ich haben einen Sohn und erwarten im Sommer erneut Nachwuchs. Daneben spiele ich Mannschaftsgolf und liebe Reisen. Das passt auf den ersten Blick nicht zu einem M&A Partner. Doch jeder hat seinen eigenen Weg, Privat- und Berufsleben zu vereinbaren und bei mir heißt das Stichwort „Flexibilität”. Ein klassischer 9-to-5-Job wäre nichts für mich. Eine verantwortliche Rolle bei einer Transaktion zu haben bedeutet oft, dass man sich nie ganz ausklinken kann, da die vielen Prozesse weiterlaufen und gerade internationale Deals mit Parteien in unterschiedlichen Zeitzonen oft Calls zu verrückten Zeiten erfordern. Es bieten sich aber auch genug Freiräume, die man sich dann einfach nehmen muss. Konkret heißt das z.B., dass ich frühe Calls auch mal von zuhause mache, einen Home-Office-Tag einlege, auch mal um 16 Uhr abhaue, um mich abends nochmal hinzusetzen und mich bei Urlauben bestmöglich mit meinem Team abstimme (der Laptop reist bei mir aber immer mit). EY macht hier technisch alles möglich und man kann sehr gut remote oder in anderen EY Offices weltweit arbeiten, wenn man möchte. Meine Frau ist ebenfalls Anwältin in einer Großkanzlei und hat zum Glück Verständnis für die manchmal etwas komplizierte und kurzfristige Organisation.

Was macht Dir am meisten Spaß in Deiner Rolle?

Die Möglichkeit, selbst unternehmerisch zu gestalten und in einem sehr kollegialen Setting mit tollen Kollegen zu arbeiten.

Was zeichnet die Diversität in Deinem Team aus?

Es macht einfach Spaß, in einem diversen Team zu arbeiten und viele Studien haben gezeigt, dass sich Diversität positiv auf den Geschäftserfolg auswirkt. In unserem zwanzigköpfigen EY Law Team in Hamburg ist das Verhältnis von Anwälten und Anwältinnen ausgeglichen – mit einem aktuell leichten Überhang bei den Kolleginnen. Bei uns arbeiten Juristinnen und Juristen mit US-amerikanischen, rumänischen und chinesischen Wurzeln sowie First Generation Professionals. Das versuchen wir auch im Recruiting zu zeigen und besetzen Interviews entsprechend.

Diversität ist bei EY auch institutionell ein wichtiger Eckpfeiler der Unternehmenskultur und wird hier auch über alle Senioritätsstufen gelebt: In Deutschland waren zuletzt 48 Prozent der Mitarbeiter weiblich und die Anzahl der Nationalitäten betrug 84. Die Zahlen werden übrigens weltweit erfasst, veröffentlicht und nachgehalten. Es ist m.E. schon ein starkes Signal, dass 30 Prozent der 2018 weltweit ernannten EY Partner Frauen waren. Da können die meisten Großkanzleien nicht annähernd mithalten.

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Welche Eigenschaften sind hilfreich bei dem Einstieg in die Law?

Offen zu sein für die Arbeit in einem internationalen und interdisziplinären Umfeld, Teamgeist und Einsatzfreudigkeit, dazu eigenverantwortliches Arbeiten und Lust, auch unternehmerisch tätig zu werden; etwa bei der Erstellung von Angeboten oder Mitarbeit bei Business-Development-Formaten wie unserem Private Equity Bootcamp.

Welche Einstiegsmöglichkeiten gibt es im Bereich M&A der Law und was spricht für eine Bewerbung?

Ein Einstieg ist bei uns grundsätzlich als Praktikant/-in, Referendar/-in, wissenschaftliche/r Mitarbeiter/-in, Wirtschaftsjurist/-in und Rechtsanwalt/-in möglich. Wir bieten hier ein gegenüber Großkanzleien m.E. absolut konkurrenzfähiges Angebot: Eine um mehrere hundert Stunden geringe Jahresstundenvorgabe, Auslands- und Service Line Secondments, spannende nationale und internationale Mandate, attraktive Teilzeit- und Home-Office-Modelle sowie gelebte Diversity und Feedback-Kultur. Zudem bieten wir eine 1-zu-1-Ausbildung durch  Partner/Senior Manager mit Großkanzleihintergrund sowie – durch das angestrebte Wachstum – Top-Karriere-Chancen abseits von „up-or-out” – und das alles in einem jungen und dynamischen Setting. Und nicht zuletzt ist EY Law in Hamburg menschlich einfach ein geniales Team!