Flexibilität – nicht nur mit Familie eine Option

Vier von zehn Arbeitnehmern in Deutschland arbeiten Teilzeit, Tendenz steigend. Um Job und Familie zu vereinbaren, wünschen sich immer mehr Menschen mehr Flexibilität. Katharina Schrenk, Senior Managerin in den EY Assurance Services in Wien, arbeitet bereits seit mehr als zehn Jahren 30 Stunden die Woche. Vor zweieinhalb Jahren haben wir sie bereits einmal zu ihren Erfahrungen mit dem flexiblen Arbeitsmodell bei EY interviewed. Nun wollten wir wissen: Was hat sich seitdem getan?

Katharina, im Video hast du uns damals von deinen Erfahrungen mit Teilzeit berichtet. Was hat sich seitdem geändert?

Meine Kinder sind jetzt erwachsener und unabhängiger geworden. Deshalb kann ich Familie und Beruf besser miteinander vereinbaren. In absehbarer Zukunft werde ich jedoch weiterhin in Teilzeit arbeiten. Denn dieses Modell funktioniert nicht nur für mich und meine Familie gut, sondern auch für EY als Arbeitgeber.

Was ist aus deiner Sicht für EY der Vorteil flexibler Arbeitsmodelle?

Ich kann mir meine Arbeitszeit frei einteilen. Davon profitiert nicht nur meine Familie, sondern ich kann auch flexibel auf Kundenwünsche reagieren und Termine freier festlegen. Voraussetzung dafür sind gute Planungsskills, denn ohne richtiges Zeitmanagement wäre dies nicht möglich.

Für Mütter und Väter ist Flexibilität besonders vorteilhaft, aber sind aus deiner Sicht flexible Arbeitsmodelle nur etwas für Mitarbeiter mit Familie?

Keineswegs! Die Akzeptanz flexibler Arbeitsmodelle ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Deshalb gibt es eine größere Vielfalt an Modellen, die nicht nur die Kinderbetreuung erleichtern. Durch flexible Arbeitszeiten können Mitarbeiter beispielsweise auch Beruf und Studium besser miteinander verknüpfen.

Du hast schon sehr viel Erfahrung mit flexiblen Arbeitszeitmodellen. Was würdest Du Kollegen raten, die auch gerne flexibler arbeiten möchten?

Mitarbeiter sollten immer im Hinterkopf behalten, dass nicht nur der Arbeitgeber, sondern auch sie selbst flexibel sein sollten. Es ist ein Geben und Nehmen. Solange alle diese wechselseitige Beziehung beachten, sollten flexible Arbeitsmodelle kein Problem sein – weder für den Arbeitnehmer noch für das Unternehmen.

Vielen Dank für das Gespräch, Katharina!