Dank der TaxChallenge einmal quer durch Deutschland

Kiel, Hamburg, München – einmal quer durch Deutschland ging es für meine Teamkollegin und mich vor nun fast zwei Jahren bei der TaxChallenge 2016.

Mein Name ist Felix und ich bin Jurastudent an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Im Herbst/Winter 2016 habe ich die Chance wahrgenommen und bei der TaxChallenge mitgemacht.

In ein paar Wochen ist es nun wieder so weit. Dann startet wieder einmal die erste Runde einer der größten steuerlichen „Case-Study“-Wettbewerbe Deutschlands, Österreichs und der Schweiz. Grund genug, euch ein wenig von meinen Erfahrungen, die ich Ende 2016 sammeln durfte, zu berichten.

Ich selbst wurde während der Bewerbungsphase für die erste Runde mehr oder weniger durch Zufall auf die TaxChallenge aufmerksam. Da meine Teamkollegin – Anna-Lena – und ich während unseres Studium bei steuerrechtlich orientierten Kanzleien arbeiten, waren wir sofort begeistert und meldeten uns an.

Für die erste Runde hatte man in der Folge einige Wochen Zeit. Man musste sich lediglich ca. eine Stunde Zeit nehmen, um online einige Fragen mit steuerlichem Bezug zu beantworten. Nach Ende der Abgabefrist erfuhren wird dann, dass wir es in die zweite Runde geschafft hatten.

Diese fand im beeindruckende EY-Office Hamburg statt – nun wurde es ernst! Insgesamt hatten sich fünf Teams aus dem Norddeutschen Bereich qualifiziert. Für diese Teams hieß es nun, einen interessanten Fall mit Schwerpunkt im nationalen Gewerbe- und Körperschaftsteuerrecht zu bearbeiten und die Lösung später einer Jury bestehend aus EY-Mitarbeitern zu präsentieren. Lt. Feedback der Jury machten dabei alle Teams eine super Figur und wir waren umso glücklicher, als wir erfuhren, dass wir uns in einem knappen Rennen durchsetzen konnten. Der Lohn dafür waren zwei Koffer, mit denen wir uns auf den Weg zum Finale machen sollten.

Dieses Finale fand schließlich im Dezember 2016 in München statt.

Nach der Ankunft checkten wir in einem tollen Hotel in unmittelbarer Nähe zum EY-Office ein und trafen auf die anderen Teams. Insgesamt bestand das Finale aus 9 Teams – den sieben Siegern der zweiten Runde aus Deutschland, sowie den Siegern aus der Schweiz und Österreich. Nach einem kurzen Austausch ging es dann ins Office, wo wir uns bei einem kleinen Snack näher kennenlernen konnten und zudem einen Vortrag anhören konnten. Nach dem ein oder anderen Getränk an der Hotelbar endete der erste Tag in gemütlicher Runde.

Tag zwei war Wettkampftag! Um 9 Uhr wurden die Sachverhalte verteilt. Fortan hatten wir 6 Stunden Zeit, um uns durch einen sehr komplexen, aber auch sehr spannenden Fall zu arbeiten. Unsere Ergebnisse sollten wir anschließend in einem fiktiven Mandantengespräch vorstellen. Wir waren super aufgeregt, allerdings haben uns die Mitarbeiter, die sich als Mandant bzw. Mandantenvertreter ausgaben, mit ihrer Art schnell beruhigt, sodass wir letztendlich zufrieden aus dem Gespräch gingen.

Nach einem Office-Rundgang stand dann die Siegerehrung auf dem Plan. Insgeheim hatten meine Partnerin und ich im besten Fall auf den dritten Platz geschielt.

Dementsprechend groß war der Jubel, als es hieß: „Und auf dem ersten Platz – die TaxSailors von der Uni Kiel!“. WOW! Als Extra gab es für uns sogar noch einen Reisegutschein.

Im Anschluss gingen wir mit der kompletten Gruppe im Hofbräuhaus essen und ließen die ereignisreichen Tage Revue passieren.

Abschließend kann ich nur sagen: Bewerbt euch einfach! Man kann eigentlich nur gewinnen! Das Event ist von vorne bis hinten toll organisiert und man lernt darüber hinaus nette Leute kennen, von denen ich mit einigen bis heute Kontakt halte. Außerdem lernt man EY näher kennen und bekommt sehr informative Einblicke.

Auch sollte man keine Angst haben, dass man vom Steuerrecht „nicht genug weiß“. Alle Bewerber sind normale Studenten, vorwiegend aus den Bereichen BWL/VWL und Jura und für alle Teilnehmer sind die Bereiche, in denen sich die „Case-Studies“ abspielen, neu. Es kommt also nicht darauf an, dass man bereits alles weiß, sondern eher darauf, dass man mit neuen Fallgestaltungen umgehen kann und sich vielleicht auch hier und da mal in kurzer Zeit etwas anlesen kann.

In diesem Sinne schon jetzt viel Erfolg und beste Grüße aus Kiel

Felix