Spot on – „Auf dem Weg in ein neues Leben“

In unserem Karrieremagazin EY Spotlight erwarten Euch mehrmals im Jahr spannende Einblicke in die Welt von EY und persönliche Geschichten unserer Kollegen und Kolleginnen. „Building a better working world“ – das ist der weltweite Anspruch von EY: Wir möchten Dinge voranbringen und entscheidend besser machen. Deshalb engagieren wir uns auf vielfältige Weise für die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Doch wie sieht das eigentlich in der Praxis aus?

Wir haben drei Kollegen gefragt, die sich damit auskennen – Spot on Mohamad Basel Al Younes, Praktikant im Talent Team, Doreen Salinger aus dem Bereich Advisory Services und Mitglied im Refugee Support Team von EY und Tobias Sobkowiak aus dem Bereich Advisory Services und Mitentwickler der SprachlernApp „Lugha.

Basel, du bist vor etwas mehr als einem Jahr von Syrien nach Deutschland gekommen und wurdest kurz danach von EY eingestellt. Deine Geschichte ging als „Integrationswunder“ durch die Medien. Was ist damals passiert und was machst du heute? 

Basel: Bei meiner Ankunft in Deutschland erzählte ich einem Filmteam, dass ich gerne bei EY arbeiten würde. Damals hätte ich nicht damit gerechnet, dass mein Traum so schnell Wirklichkeit wird, doch kurz darauf kontaktierte mich EY und ich stieg als Praktikant in die Assurance Services ein. Da ich bereits in Syrien und Jordanien in der Wirtschaftsprüfung gearbeitet hatte, passte das sehr gut. Aktuell bin ich im Personalbereich,  dem Talent-Team von EY, eingesetzt.

Was waren für dich die größten Herausforderungen in der Anfangszeit?

Basel: Die Sprache – und die deutsche Bürokratie (lacht). Anfangs habe ich gar kein Deutsch verstanden. Zum Glück sind die Teams bei EY international aufgestellt und jeder spricht Englisch. Damit kam ich gut zurecht. Meine Kollegen haben mich  herzlich aufgenommen und mir bei Fragen immer weitergeholfen.  Mittlerweile kann ich mich gut auf Deutsch verständigen
und habe meinen Integrationskurs erfolgreich abgeschlossen. Die anfänglichen Probleme haben sich dadurch zum Teil von allein gelöst.

Sprache ist der Schlüssel zu einer gelungenen Integration. Du, Tobias, hast parallel zu deiner Tätigkeit bei EY an der Entwicklung der App „Lugha“ mitgearbeitet, die das Erlernen der Sprache erleichtern soll. Wie bist du auf die Idee gekommen und wie funktioniert die App?

Tobias: Leider haben nicht alle Flüchtlinge die Möglichkeit, sofort einen Sprachkurs zu machen, wenn sie hier ankommen. Aber: Die meisten von ihnen haben ein Smartphone. So war die Idee geboren. Die App baut auf der sogenannten Birkenbihl-Methode auf. Es geht darum, eine Sprache so zu lernen, wie man es früher als Kind getan hat: kontextbasiert und nicht anhand von Vokabeln und Grammatik. Man hört etwas, spricht es nach und lernt aus dem Kontext heraus, wann welche Wörter in welcher Reihenfolge benutzt werden.

Wie sieht das konkret in der App aus?

Tobias: Der Nutzer sieht einen deutschen Satz und darunter die arabische Übersetzung – allerdings 1:1 nach deutscher Grammatik. Die App spricht den deutschen Satz vor und es läuft ein Balken mit, damit der Lernende sieht, an welcher Stelle er sich gerade befindet. Viele User haben gesagt, dass sie sehr gut mit der App lernen konnten, weil sie leicht zu verstehen ist.

Basel: Ich habe die App auch schon ausprobiert. Für die ersten Schritte hier in Deutschland ist sie wirklich toll, weil die Nutzer zusätzlich auch Informationen über Behörden, Hilfsangebote oder deutsche Gesetze abrufen können.#

Doreen: Solche Informationen sind – neben dem Erlernen der Sprache – entscheidend für den Start in einem fremden Land. Deshalb haben wir vom EY-Refugee-Support-Team unter anderem das Projekt „Handbook Germany“ unterstützt. Die Informationsplattform dient als erster Anlaufpunkt für Flüchtlinge und klärt Fragen wie: An wen muss ich mich wenden, wenn ich in Deutschland ankomme? Wie finde ich eine Wohnung? Kann ich hier ohne Aufenthaltsgenehmigung arbeiten?

Doreen, warum engagiert sich EY für Flüchtlinge und welches Ziel verfolgt das Refugee-Support-Team?

Doreen: Wir möchten die Flüchtlingshilfe der Wirtschaft bündeln, Wissen austauschen und gemeinsame Strategien für die Arbeitsmarktintegration entwickeln. Denn Studien haben gezeigt, dass Unternehmen erfolgreicher sind, je größer die Vielfalt ihrer Beschäftigten ist. Zusammen mit der „Charta der Vielfalt“ und Vertretern von Wirtschaft, Politik und Gesellschaft koordiniert EY die Integration von Flüchtlingen in deutsche Unternehmen. Dafür haben wir eine Kommunikationsplattform sowie einen runden Tisch für mehr als 60 deutsche Unternehmen ins Leben gerufen. Dort tauschen wir uns zum Beispiel darüber aus, welche Einstiegsmodelle gut funktionieren, und erstellen einen Maßnahmenkatalog, damit auch andere Firmen von unseren Erfahrungen profitieren.

Basel: Das Team engagiert sich auch intern und veranstaltet zum Beispiel einen Stammtisch, bei dem sich Flüchtlinge, die bei EY arbeiten, austauschen können. Wir unterstützen uns gegenseitig bei den Herausforderungen des (Arbeits-)Alltags hier in Deutschland. Außerdem bietet das Team eine Laufgruppe und andere Veranstaltungen an, an denen ich gerne teilnehme.

Basel, wie geht es bei dir jetzt weiter?

Basel: Bei EY habe ich gelernt, positiv in die Zukunft zu blicken. Mein Traum ist es nach wie vor, meinen Beruf als Wirtschaftsprüfer hier in Deutschland auszuüben. Der Weg wird nicht leicht, das weiß ich, aber ich glaube, dass ich es schaffen werde. „Building a better working world“ ist das Ziel von EY – dazu möchte ich beitragen.

Doreen: Basel ist ein gutes Beispiel dafür, dass viele Flüchtlinge in Deutschland gut ausgebildet sind und den Wunsch haben, sich einzubringen. Genau das ist es, was uns im EY-Refugee-Support-Team antreibt: Wir möchten ihnen helfen, ihren Weg hier in Deutschland zu gehen und den Neuanfang zu schaffen.

Ihr möchtet weitere Insights aus der EY-Welt entdecken? Hier geht’s zum aktuellen EY Spotlight. Interessiert Ihr Euch direkt für einen Einstieg bei EY? Spannende Einstiegsmöglichkeiten findet ihr auf unserer Karriereseite.


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