Spagat zwischen Pflege und Beruf

Es ist Teil unserer Unternehmenskultur, die Vielfalt in unseren EY-Teams zu erhalten, zu fördern und zu schätzen. Mit der Unterzeichnung der „Charta der Vielfalt“ haben wir uns öffentlich zu Fairness und Wertschätzung bekannt.Galvagni, Isabell, BU, 021113, MU03

Viele Kollegen und Kolleginnen benötigen für die Pflege ihre Angehörigen Freiraum und Unterstützung. In unserer Interviewreihe zu den Themen „Alter, Generationenvielfalt und demografischer Wandel“ berichtet Isabell Galvagni aus dem Talent Team bei EY, wie sie als „Pflege-Guide“ rund um das Thema „Pflegen von Angehörigen“ informiert.

Was ist genau ein Pflege-Guide?

Als Pflege-Guide helfe ich Kolleginnen und Kollegen, die neben dem Beruf noch ein Familienmitglied unterstützen oder sich auf eine solche Situation vorbereiten wollen. Ich gebe ihnen Informationen und Hinweise oder verweise sie an lokale öffentliche Beratungsstellen und spezialisierte Organisationen, die bei spezifischen Fragen helfen können. So unterstütze ich dabei, ein gutes Pflegenetz zu schaffen, wichtige rechtliche Rahmenbedingungen zu klären und trage so ein kleines Stück zur Vereinbarkeit von Beruf und Pflege bei.

Mit welchen Beratungsanliegen wenden sich die Kollegen und Kolleginnen an dich?

Das Thema „Pflege“ ist sehr komplex, und es gibt leider kaum Stellen, bei denen man gebündelt die wichtigsten Informationen erhält. Als Pflege-Guide helfe ich dabei, diesen Dschungel zu durchdringen.

Häufig suchen Kolleginnen und Kollegen eine erste Orientierung und freuen sich über jeden Hinweis. Es werden aber auch immer wieder konkrete Fragen gestellt, zum Beispiel zur Auswahl von Pflegediensten oder Seniorenheimen, zur Finanzierung von Pflege oder zu Möglichkeiten der Gestaltung von Arbeitszeit bzw. Freistellung im Pflegefall.

ZahlderWoche

Gibt es besondere Herausforderungen, die immer wieder auftreten oder bei allen Pflegenden ähnlich sind?

Grundsätzlich ist jede Pflege-Situation unterschiedlich und einzigartig. Die Rahmenbedingungen sind in jeder Familie anders. Ebenso der Unterstützungsbedarf kann sich immer wieder verändern. Auch wenn sich Krankheitsbilder oder Symptome manchmal ähneln, muss jede Pflege-Situation einzeln und von Zeit zu Zeit auch immer wieder neu betrachtet werden.

Es kommt immer wieder vor, dass unterstützungsbedürftige Angehörige gut gemeinte Hilfe ablehnen, insbesondere wenn es darum geht, externe Parteien wie Pflegedienste o. Ä. einzubinden. Hier einen Konsens zu finden, der für alle Beteiligten tragbar ist, kann in den Familien zu einem schwierigen Prozess werden.

Wie gelingt den Pflegenden der Spagat zwischen Pflege und Beruf? 

Auch das ist ganz unterschiedlich und kommt auf die individuelle Pflege-Situation an. Natürlich ist es ein Unterschied, ob zu Hause gepflegt wird oder die/der Angehörige in einer Einrichtung lebt und ob man Hauptpflegende/r ist oder die Pflegeaufgaben auf viele Parteien oder Familienmitglieder verteilt werden. Der familiäre Zusammenhalt ist eine häufige Motivation, mit der Doppelbelastung zurechtzukommen. Zudem stellt sich immer wieder die Frage nach flexiblen Arbeitsmodellen, z. B. Teilzeit oder gelegentlicher Arbeit von zu Hause aus.

Mein persönlicher Rat ist es, die eigenen Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren. Angehörige zu pflegen, kann körperlich wie emotional anstrengend sein – auch wenn man oft Liebe und Dankbarkeit zurückerhält. Dennoch ist es eine zusätzliche Aufgabe, die Zeit und Ressourcen benötigt, die meist mehrere Jahre andauert und über die Zeit intensiver wird. Es ist also umso wichtiger, mit den eigenen Kräften zu haushalten und auch die eigene Gesundheit und Lebensfreude zu pflegen.

Welche Angebote von EY gibt es und häufig in Anspruch genommen?

EY hält vielfältige Angebote bereit, wie einen umfassenden Pflege-Leitfaden, mit dem man sich gut in das Thema einlesen kann. Und dann natürlich ganz praktisch: Flexible Arbeitsmodelle und Unterstützung bei der Suche nach Alltagshelfern. Wir bieten aber auch immer wieder interne Webinare an, wie bspw. zu rechtlicher Vorsorge für Krankheit, Unfall und Alter. Und dann gibt es natürlich uns als Pflege-Guides – wir sind dreizehn speziell geschulte Ansprechpartner und Ansprechpartnerinnen an zwölf Standorten in ganz Deutschland, die mit einem offenen Ohr und wichtigen Hinweisen helfen können.

Liebe Isabell , vielen Dank für das Interview.

Mehr Informationen zu unserer Unternehmenskultur und unseren Werten findet ihr auf unserer Karriereseite. Solltet ihr Fragen haben, meldet euch gerne.

Eure Benita


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