Herausforderungen bewältigen – Verleihung des Demografie Exzellenz Award

Passend zum Verleih des Demografie Exzellenz Award (DEA), starten heute unsere Themenmonate: In den kommenden Wochen dürft ihr euch also auf spannende Interviews mit unseren Kollegen und Kolleginnen zu den Themen „Alter, Generationenvielfalt & demografischer Wandel“ freuen. Zum Auftakt sprechen wir heute über den Demografie Exzellenz Award und die Herausforderungen des demografischen Wandels mit Dr. Eva Voß, Mitglied des Vorstands des Demografie Exzellenz e.V. und Managerin im Bereich Diversity & Inclusiveness bei EY.

Was ist der Demografie Exzellenz Award und warum gibt es den Award?Dr_Eva_Voss_EY_klein

Der Demografie Exzellenz Award wird seit 9 Jahren an Firmen und Organisationen verliehen, die nicht nur auf Herausforderungen, die sich aus dem demografischen Wandel ergeben, reagieren, sondern sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen und oft unkonventionelle Wege gehen, um den Wandel zu gestalten. Dabei kann es sowohl um die Belegschaft, aber auch um Kundenbeziehungen oder neue Produkte gehen.

Warum gab es in diesem Jahr erstmalig elf Kategorien?

Der Preis spiegelt mit den elf Kategorien die Entwicklung wider, die das Thema insgesamt genommen hat. Es geht nicht nur um „alt“ versus „jung“, sondern um eine komplette Veränderung unserer Gesellschaft, um neue Formen des Arbeitens, um lebensphasenorientiertere Personalplanung, um die Einflüsse der Digitalisierung auf Prozesse und menschliche Interaktionen, auf die Einbeziehung von Menschen mit anderen kulturellen Wurzeln und vieles mehr. Der Demografische Wandel wird in einem kompletten Spektrum an Ursache-Wirkungszusammenhängen sichtbar, auf die es unterschiedliche Antworten gibt. Diese Antworten stecken in den elf Kategorien. Sie sind eine Fundgrube an inspirierenden und einzigartigen Projekten.

Welches innovative Projekt hat besonders beeindruckt?

Ehrlicherweise gibt es auf diese Frage nicht nur eine, sondern mindestens 31 Antworten. So viele Projekte waren nämlich nominiert. Und schon in der Vorauswahl sind Projekte ausgeschieden, die ebenfalls Beeindruckendes geleistet haben. Besonders in der Kategorie „fremd&heimisch“ war es eng, da waren sogar ausnahmsweise 4 Projekte nominiert. Für die Jury war es am Ende ein echtes Luxus-Problem, aus all den Nominierten elf Gewinner zu küren. Am besten einfach mal selbst stöbern auf der DEA-Homepage.

Warum fällt es vielen Unternehmen noch schwer, innovativen Maßnahmen umzusetzen?

Das hängt sicherlich auch mit der Komplexität des Themas zusammen: Wo soll man anfangen, wenn man eigentlich überall gleichzeitig beginnen müsste? Wissenstransfer beim Ausscheiden älterer sicherstellen, jüngere Mitarbeiter/innen überhaupt finden und für die Jobs in der eigenen Firma gewinnen, Menschen mit Erziehungs- oder Pflegeaufgaben Rahmenbedingungen bieten, um Beruf- und Privatleben irgendwie vereinbaren zu können. Veränderungen in der Zusammenarbeit begleiten, die auf technische Innovationen bauen, Lernangebote neu aufsetzen, sodass sie zielgruppenspezifisch die Bedarfe der Generationen decken usw. Das hat natürlich auch mit Ressourcen zu tun. Zudem ist eine Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderungsprozessen nötig statt eines vertrauten „weiter so“. Gerade die Offenheit, Neugier und ein gewisser Gestaltungswunsch nicht nur Zuschauer/in der Veränderung, sondern Mitwirkende zu sein, geht sicherlich oft im Tagesgeschäft unter.

Bringt der Wandel auch Vorteile für Unternehmen und Organisationen mit sich?

Gesellschaften verändern sich immer und stetig. Nichts ist heute noch so wie vor 20, 50 oder gar 100 Jahren. Die Frage ist also: Was mache ich daraus? Nutze ich die Chancen, suche ich aktiv nach Lösungen für interne wie externe Herausforderungen, die sich mal klarer präsentieren (meine Produkte finden weniger Absatz als früher, weil sich der Anspruch meiner bisherigen Zielgruppen verändert) und mal schleichender ablaufen (wer heute weiß, dass in 6-7 Jahren ein Drittel der Belegschaft in Rente geht, mag noch kein akutes Dringlichkeitsgefühl entwickeln). Klar im Vorteil sind Firmen, die auf eine vielfältig ausgerichtete Belegschaft zurückgreifen, denen Wandel und Veränderung sowohl von Lebensweisen als auch Erfahrungen und Skills immanent sind. Durch die permanente – und zwar im besten Sinne – Reibung zwischen unterschiedlichen Bedarfen einerseits und Kompetenzprofilen, Perspektiven und Ideen andererseits ist Stillstand ausgeschlossen. Das wappnet für Unwägbarkeiten und schafft Raum für Neues.

Vielen Dank für das interessante Interview. Mehr Informationen zu unserer Unternehmenskultur und unseren Werten findet ihr auf unserer Karriereseite. Solltet ihr Fragen haben, meldet euch gerne.

Eure Benita


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