Austausch für alle – eine Idee geht um die Welt

Sehbehinderte und blinde Kollegen haben bei EY die Möglichkeit, sich über die neue interne Plattform „Visual Impairment and Blindness Community Site“ (VIB) miteinander auszutauschen.

Die Idee zu dieser länderübergreifenden Wissens- und Diskussionsplattform hatte Michael Ritter, der bei EY in der Assurance FIDS (Fraud Investigation & Dispute Services) arbeitet. Der Spezialist für Informationssicherheit, Spionageabwehr und IT-Forensik hat auch die Umsetzung maßgeblich vorangetrieben. Ich hatte kürzlich Gelegenheit, ihm hierzu einige Fragen zu stellen.

Michael, was hat Dich dazu bewogen, den VIB Share Point einzurichten?

Ich wollte einen Ort schaffen, an dem sich blinde und sehbehinderte Menschen virtuell treffen und miteinander in Kontakt treten können. Ich selbst bin seit 2008 sehbehindert und seit 2011 blind. Daher weiß ich sehr gut, wie wichtig der Austausch mit anderen ist, die ähnlichen Herausforderungen begegnen wie ich.

Gibt es einen Moment, der Dir in besonderer Erinnerung geblieben ist?

Ich war überwältigt von der großen Unterstützung, die ich von meinen Kollegen bei der Arbeit an diesem Projekt erhalten habe. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Stewart Harrison, Global Head of IT Accessibility von EY, hat zum Erfolg meines Vorhabens geführt.

Jetzt haben wir eine interne Website, die für blinde und sehbehinderte Kollegen einfach zu bedienen ist und ihnen eine gemeinsame globale Basis bietet.

Was würdest Du Kollegen raten, die gerne selbst eine gute Idee umsetzen möchten?

Sich mit Leidenschaft für die Idee einzusetzen, einen entsprechenden Plan auszuarbeiten, die Vorteile klar zu kommunizieren und die richtigen Leute zu finden, um den Vorschlag auf der nächsthöheren Ebene voranzutreiben. Ich bin sicher, dass man für jeden guten Einfall eine Menge Unterstützer findet. Aber man sollte dafür eine solide Basis schaffen.

Welche Inhalte können Nutzer auf der internen Austauschplattform finden?

Der Share Point bietet Blinden und Sehbehinderten fundiertes Wissen über Themen, die für uns wichtig sind. Das reicht von Informationen rund um Hilfsmittel über ein umfangreiches Verzeichnis nützlicher Apps bis hin zu regionalen und überregionalen Serviceangeboten.

Die Plattform umfasst zudem ein Diskussionsforum mit verschiedenen Bereichen, in denen es zum Beispiel um Reise und Mobilität oder um Sehhilfen geht. Abgerundet wird das Angebot durch FAQ, Kontaktdaten für interne Fachabteilungen und ein Glossar.

Was macht Deinen Arbeitsalltag bei EY besonders?

In der Assurance habe ich einen sehr interessanten und abwechslungsreichen Job, der hohe Ansprüche an meine Qualifikation und Einsatzbereitschaft stellt. Aber auch meine Rolle als stellvertretender Schwerbehindertenvertreter für den Standort Frankfurt/Eschborn bringt viele interessante Aufgaben mit sich – es ist eine tolle Abwechslung.

Michael, ich bedanke mich für das Gespräch und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg bei Deiner Arbeit.

Habt Ihr Fragen an Michael? Dann stellt sie gerne hier in unserem Blog.

Eure Marisa


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