Moot Court – die Kunst der Verhandlung

Vor einem internationalen Tribunal auf Englisch zu verhandeln, ist eine Frage der Übung. Diese Erfahrung habe ich selbst während des Studiums bei der Teilnahme am Wettbewerb Willem C. Vis Moot Court gemacht, bevor ich meine Karriere bei EY begonnen habe.

Mein Name ist Sebastian Brinkmann. Seit 2013 arbeite ich in den People Advisory Services (PAS), Bereich Mobility, bei EY. Als EY-Mitarbeiter habe ich diesmal die Studierenden-Teams beim Willem C. Vis Moot Court begleitet.

Auf die 23. Auflage des Wettbewerbs haben meine
Kollegen und ich die Teilnehmer der Universitäten Osnabrück und Hamburg sowie der Bucerius Law School vorbereitet. Ein Moot-Court ist ein fiktives Gericht und wird als Wettbewerb innerhalb der juristischen Ausbildung ausgetragen. Er findet seit 1994 jährlich in Wien statt.

Besuch im EY-Office in Hamburg

Am Wettbewerb nehmen mehr als 300 Universitäten aus über 60 Ländern teil. Um den Teams eine gute Vorbereitung auf den Wettbewerb zu ermöglichen, haben die 16 Teilnehmer aus Hamburg und Osnabrück einen Tag mit Verhandlungen und juristischen Argumentationen in unserem EY-Office in Hamburg verbracht.

IMG_3741Der Fall, der dem diesjährigen Moot Court und den Verhandlungen zu Grunde liegt, behandelt einen Kaufvertrag zwischen Parteien aus unterschiedlichen Ländern und Probleme aus dem UN-Kaufrecht (CISG) und aus dem internationalen Schiedsverfahrensrecht. Es treten regelmäßig Probleme bei der Anwendbarkeit des internationalen Rechts sowie der Zuständigkeit des Schiedsgerichts auf, die für die jeweilige Partei vertreten werden müssen.

Die Herausforderung des Moot Courts liegt dabei in der präzisen juristischen Argumentation auf Englisch. Bei jeder Verhandlung stehen den beiden „Counsels“ der jeweiligen Klageseite 15 Minuten Redezeit zur Verfügung, um das Tribunal von seiner Seite zu überzeugen.

Wie ich aus eigener Erfahrung sagen kann, sind die Erfahrungen und das Wissen, das man beim Moot Court sammelt, für das spätere Berufsleben Gold wert. Dabei ist es egal, für welchen Bereich man sich später entscheidet. Die Kunst der Verhandlung und der Argumentation ist oft von unschätzbarem Wert.

Für die Teilnehmer hat sich der Besuch in Hamburg gelohnt, wie ihre Rückmeldungen zeigen:

„Herzlichen Dank für Eure Einladung und den lehrreichen Tag. Es hat unserem Team sehr gut gefallen. Ich habe mich sehr gefreut, dass aus der Champions Trophy so noch ein weiteres Projekt geworden ist.“ Thilo Kerkhoff – Teammember der Bucerius Law School

 „Als Coach des Osnabrücker Teams möchte ich mich herzlich für die Gastfreundschaft bedanken. Die zahlreichen Anmerkungen und anspruchsvollen, praxisorientierten Fragen haben uns sehr bereichert.“ Piotr Kwiatkowski – Coach des Teams der Universität Osnabrück

Ich wünsche den Teams viel Erfolg beim diesjährigen Wettbewerb und freue mich sehr, dass Ihr einen Tag lang den Moot-Spirit mit in unser Office gebracht habt. Ich drücke Euch die Daumen! Herzlichen Dank für den tollen Tag und Euren Besuch.

Euer Sebastian


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