Kriminalität aufdecken – spannende Aufgaben in der FIDS

Seid Ihr Krimifans? Bei meiner Arbeit geht es oft ganz ähnlich zu wie in einer Krimiserie. Allerdings jage ich natürlich keine Mörder, sondern Wirtschaftskriminelle.

Mein Name ist Philipp Regenauer. Ich arbeite als Forensic Data Analyst bei EY in der Fraud Investigation & Dispute Services – kurz „FIDS“ genannt.

Wir sind so etwas wie das EY-„Betrugsdezernat“, denn wir nehmen potenzielle Wirtschaftsstraftaten unter die Lupe. Mit unserer Hilfe finden Unternehmen heraus, ob ein Mitarbeiter illegal Geld abzapft, Zahlen fälscht oder ähnliches.

Unsere Fälle lösen wir mit forensischen Mitteln am PC. Wir tragen aus Computersystemen digitale Spuren zusammen, die auf Betrug hindeuten könnten, und untersuchen sie. Mein Team, das sich „Forensic Technology & Discovery Services“ (FTDS) nennt, ist auf diese Art der Analyse spezialisiert. Im Rahmen von Sonderuntersuchungen schauen wir uns beispielsweise Datenströme aus der Buchhaltung oder die Ressourcennutzung bei IT oder Personal an.

Beweise für Wirtschaftskriminalität finden wir dadurch, dass wir nach auffälligen Mustern suchen – wie die Computerspezialisten in den Fernsehserien. Am besten lässt sich meine Arbeit mit der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen vergleichen. Die Ergebnisse unserer Arbeit sind für die Recherchen unserer Kollegen aus den investigativen FIDS-Teams wichtig. Per Hand können sie diese Daten aufgrund der schieren Masse oft nicht durchsuchen.

Mit unserer Ausrüstung brauchen wir uns nicht vor den Fernsehermittlern zu verstecken. Ich arbeite zum Beispiel an einem Projekt, bei dem es um Betrugsrisiken im Gesundheitsbereich geht. Dort fallen enorme Datenmengen an.

Unsere State-of-the-Art-Ausrüstung ermöglicht es uns, mehrere Milliarden Transaktionen in Echtzeit auszuwerten – klingt verrückt, funktioniert aber wirklich. Übrigens greift auch die Staatsanwaltschaft auf unser Material zurück, um Verdächtige vor Gericht zu bringen.

In der Busy Season von Oktober bis März, wenn bei den Mandanten von EY die Jahresabschlüsse anstehen, unterstützen wir die Kollegen aus der Wirtschaftsprüfung. Schwierige Fragen können oft nur mit Hilfe elektronischer Datenanalysen geklärt werden. Das betrifft zum Beispiel Unternehmen, bei denen mehrere hundert Millionen Buchungen pro Jahr anfallen.

Wie ich zu diesem coolen Job gekommen bin? Nach meiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten habe ich Mathematik und Informatik studiert. Als Praktikant und Werkstudent im Bereich „Forensic Services“ habe ich bei einer Big-Four-Gesellschaft tiefe Einblicke in die Datenanalyse erhalten. Das Thema hat mich total begeistert, weil es die perfekte Mischung aus Betriebswirtschaft und Technik bietet. Auch meine Bachelorarbeit befasste sich mit dem Thema Betrugserkennung in Unternehmen.

Nach meinem Studium habe ich mich für EY entschieden, weil mir das Team am besten gefallen hat. Kürzlich habe ich die Prüfung zum „Certified Fraud Examiner“ (CFE) abgelegt und bin jetzt also auch mit Brief und Siegel im Dienst der guten Sache unterwegs.

Toll fand ich, dass EY mich dabei sowohl finanziell als auch zeitlich unterstützt hat. Überhaupt bietet das Unternehmen viele Weiterbildungsmöglichkeiten an. Auf diesen Support kann ich auch bei meinem nächsten Projekt setzen, denn ich möchte berufsbegleitend meinen Masterabschluss machen.

Habe ich Euch mit meiner Begeisterung für meinen Beruf angesteckt? Dann findet mehr über mich und meine Kollegen heraus. Einstiegsmöglichkeiten gibt es auch schon für Bachelorabsolventen.

Euer Philipp


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