Blindfisch@EY – reingesprungen und losgeschwommen

Meine wohl größte Erkenntnis der letzten drei Monate: „Wow, so schnell lernt man im großen Teich schwimmen und für so viel Vielfalt ist hier bei EY Platz.“

Nun denkt vermutlich der oder die eine oder andere von Euch: Puh, das klingt jetzt aber doch ein wenig verrückt. Lest weiter und es wird für Euch ein Schuh daraus!

Ich heiße Lina Maria Kotschedoff, bin 32 Jahre alt und habe am 1. April 2015 mein MBA-Studium an der WHU – Otto Beisheim School of Management begonnen. Acht Jahre zuvor schloss ich mein Studium mit dem Schwerpunkt Messe-, Kongress- und Eventmanagement ab, arbeitete danach zwei Jahre als Eventmanagerin und bis Dezember 2014 als Projektmanagerin für Unternehmensentwicklung bei einer Messegesellschaft.

Ursprünglich wollte ich in den drei Monaten vor dem Studienbeginn entspannt einige Tests für das Studium absolvieren und die freie Zeit genießen. Aber wie John Lennon bereits so schön sagte: “Life is what happens while you are busy making other plans”.

Und so kam es, dass ich mich aufgrund einer Anfrage und meiner Neugier plötzlich in einem internen EY-Personal-Projekt als Aushilfe wiederfand (für ein reines Praktikum bin ich schon zu berufserfahren). Also ab ins kalte Wasser.

Hier meine ersten Eindrücke im Überblick:

  1. Januar 2015: Mein Einsteigertag, 50 New Joiner, eine informative Präsentation, ein eigener Laptop, eine Flut an technischen Informationen und die große Frage an mich: „Will ich nicht lieber zurück in mein Goldfischglas?“
  2. bis 5. Januar 2015: Wochenende. Suche nach den Schwimmflügeln oder zumindest dem Seepferdchen, bevor es am Montag richtig losgeht. Nicht auffindbar, so ein Mist!
  3. Januar 2015: Aufstehen, lächeln, tief durchatmen und los geht’s – dann eben ohne Schwimmhilfen. Erste Telefonabstimmung mit Julia (Head of Strategy & Governance bei EY) und Einführung in mein Tätigkeitsfeld rund um eine interne Großgruppenkonferenz für das gesamte Talent Team aus Deutschland, Österreich und der Schweiz (GSA) in einem vollkommen außergewöhnlichen Format. Mein anschließender Gedanke: „Event kann ich, telefonieren kann ich, virtuelles Arbeiten kriege ich hin, aber der Zeitplan, der ist wirklich sportlich. Aber gut, einfach weiterschwimmen!“
  4. Januar 2015: Ich habe die Antwort auf meine Frage vom letzten Freitag: „Ins Goldfischglas will ich nie zurück!“

Die nächsten Wochen waren arbeitsintensiv, spannend, erheiternd und anstrengend. Von der Workshop- und Hotelplanung über die Koordination aller Gewerke bis hin zur finalen Konzeption und Durchführung des Events habe ich flexibles, virtuelles und standort-unabhängiges Arbeiten neu kennen und schätzen gelernt.

Nichts Besonderes, denkt Ihr vielleicht. Aber jetzt passt auf: Ich bin ein „Blindfisch“. Was das ist, fragt Ihr Euch?

Es ist der Markenname, den ich für meine erblich bedingte Netzhauterkrankung mit dem schönen Namen „Progressive Zapfen- und Stäbchendystrophie“ gewählt habe. Ohne näher auf die medizinischen Details einzugehen: Schaut durch eine Milchglasscheibe und Ihr seht, wie ich die Welt sehe.

Meine Sehbehinderung war in meinem Leben noch nie so egal wie in den letzten drei Monaten bei EY. Als ich dort begann, hatte die IT meine Vergrößerungs- und Sprachsoftware bereits auf meinem Laptop installiert. Und auf alle meine Fragen gab es immer eine hilfreiche Antwort.

Nach meiner Erfahrung sind – jedenfalls mit der richtigen Portion Selbstbewusstsein, Kommunikationsfähigkeit und der Bereitschaft, selbstständig und im Team die besten Ergebnisse zu erreichen – die längsten und stressigsten Tage kurzweilig und der Stoff, aus dem einzigartige Geschichten entstehen.

Ich hoffe, dass ich Euch meine wichtigste Erkenntnis vermitteln konnte. Behinderung ist keine Verhinderung. Bei EY hat jeder die gleiche Chance, Teil des Teams zu sein.

Also rein in den (Bade-)Anzug und ab ins kalte Wasser. Ich hatte eine tolle Zeit bei EY – und schwimmen will und kann ich jetzt überall, eben nur nicht mehr im Goldfischglas.

Wer Lust hat, kann mich gerne über Facebook kontaktieren. Also reinspringen, losschwimmen und – ganz wichtig – weiter schwimmen. Das tue ich nämlich jetzt auch.

Bis bald!

Eure Lina Maria


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