Internationale Karriere – ganz oben in New York

Joerg Stefan Brodersen steht dort, wo so mancher am Beginn seiner beruflichen Laufbahn erwartungsvoll hinschaut: Seit 2014 ist der 34-Jährige Partner bei EY und lebt und arbeitet in New York. Als Miteigentümer trägt er unternehmerische Verantwortung.

Ich habe mit Joerg telefoniert und ihn gefragt, warum er sich für eine internationale Karriere entschieden hat und was für ihn als Partner nun anders ist als vorher.

Hallo Joerg, Du arbeitest nun seit einigen Monaten in New York. Hast Du Dich schon eingelebt?

(lacht) Ja, das Einleben geht in New York recht schnell. Und ich kannte die Stadt und das Arbeiten hier bereits von einem früheren Auslandseinsatz. Aber eine gewisse Umstellung ist es natürlich trotzdem.

Du bist seit 2006 bei EY. Erzähle uns doch einmal, was Dich nach Deinem Studium dazu gebracht hat, bei EY einzusteigen.

Kennengelernt habe ich EY auf einer Firmenkontaktmesse. Die Leute dort haben mich echt beeindruckt. Ich habe gemerkt, dass die Chemie zwischen uns einfach stimmt.

2006 bin ich dann in Stuttgart in die Transaction Tax eingestiegen und habe zwei Jahre später meine Steuerberaterprüfung gemacht.

Und wie wurde daraus eine internationale Karriere?

Mein damaliger Partner in der Transaction Tax hat mich gefragt, ob ich mir vorstellen könnte, in New York zu arbeiten. Da habe ich nicht lange überlegen müssen.

Im September 2009 bin ich dann das erste Mal für einen einjährigen Aufenthalt in die USA gewechselt. Mein Arbeitsplatz war am internationalen Tax Desk von EY am Times Square. In diesem Team arbeiten ca. 130 Kollegen aus der ganzen Welt.

Klingt spannend – was waren Deine Aufgaben am internationalen Desk?

Hauptsächlich habe ich US-Unternehmen beraten, die in Deutschland tätig sind. Ob Unternehmenskauf, Unternehmensverkauf oder eine internationale Umstrukturierung – wir helfen dort den amerikanischen Mandanten, die steuerlichen Folgen zu berücksichtigen. Von diesen Erfahrungen habe ich auch noch profitiert, als ich 2010 nach Stuttgart zurückgekommen bin.

Wie ging es dann für Dich in Deutschland weiter?

Zunächst bin ich 2012 als Senior Manager nach München gewechselt. Im Sommer 2014 wurde ich dann Partner.

Und nun telefonieren wir über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg. Wie kommt es, dass Du wieder in den USA bist?

Mein Business Case hat mich in die USA zurückgeführt. In New York bin ich nun Partner von EY Deutschland am German Tax Desk.

Was ist für Dich jetzt anders als bei Deinem ersten Einsatz in New York?

Heute sehe ich mich anderen Erwartungen gegenüber als beim ersten Mal. Ich habe viel Verantwortung in der Akquise und treffe finale Entscheidungen jetzt selbst.

Was rätst Du jungen Leuten, die selbst Partner werden wollen?

Auf jeden Fall sollten sie neugierig und ehrgeizig sein. Wer diesen Weg beschreiten und Erfolg haben will, muss die Motivation in sich tragen und sich für seine Arbeit wirklich begeistern. Wenn ich keinen Spaß an dem hätte, was ich mache, wäre ich nicht erfolgreich.

Zudem ist es wichtig, flexibel zu sein und Karrierechancen rechtzeitig zu erkennen – die bieten sich gerade in einem großen Unternehmen wie EY oft auch in anderen Teams oder an anderen Standorten.

New York ist sicher aufregend. Gibt es etwas in Deutschland, das Du vermisst?

Den Ausblick vom meinem vorherigen Arbeitsplatz im Münchener Büro auf die Alpen. Ich sitze hier derzeit noch in einem fensterlosen Büro, denn Platz ist in New York Mangelware.

Vielen Dank für die spannenden Einblicke in Deine Arbeit als Partner in New York!

Habt Ihr Fragen an Joerg? Dann schreibt uns gerne hier im Blog – wir geben sie weiter.

Eure Marisa


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