Promotion und Job – eine Frage der Organisation

-Wer viel erreichen will, steckt seine Ziele hoch. Seit ich parallel zu meinem Job promoviere, sind die Ansprüche an mich selbst noch einmal ein Stück höher.

Ich heiße Eva Seydewitz, bin 28 Jahre alt und arbeite seit 2012 in Leipzig als Tax Consultant bei EY. Daneben schreibe ich derzeit an meiner Doktorarbeit im Bereich Steuern an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Bevor die Entscheidung zur Promotion fiel, habe ich mit meinem Counselor bei EY darüber gesprochen. Was er gesagt hat? „Mach es!“ Er hat mich von Anfang an in meinem Vorhaben bestärkt.

Da ich mir als Unterstützung von EY neben den vorhandenen flexiblen Arbeitszeiten auch eine Arbeitszeitverkürzung während der Promotionsphase erhofft hatte, sprach das letzte Wort dabei allerdings unser gemeinsamer Chef. Ihn musste ich nicht lange überzeugen. Er war sofort offen für diese Idee und bereit, mir die Verkürzung zu genehmigen. Ohne dieses Entgegenkommen von EY könnte ich das Pensum einer Dissertation kaum schaffen.

Nun arbeite ich in meinem Job als Tax Consultant nur noch drei Tage pro Woche. Dennoch muss ich alles im Blick behalten, da sich meine Aufgabengebiete nicht verändert haben.

Besonders Fristen bei Steuererklärungen und Steuerbescheiden dürfen bei einer Drei-Tage-Woche nicht in Vergessenheit geraten. Auch andere Aufgaben können manchmal nicht aufgeschoben werden. Deshalb bin ich flexibel und komme hin und wieder auch an meinen Promotionstagen ins Büro.

Im Gegenzug ist EY ebenso flexibel. Den Ausgleich dafür bekomme ich an meinen Office-Tagen. Zudem profitiere ich von der Bibliothek bei uns am Standort und darf die Online-Datenbanken für meine Recherchen zur Promotion nutzen – so viel Unterstützung durch EY hätte ich nie erwartet.
01Sehr wichtig ist, dass ich gut organisiert bin. Das Zettelschreiben habe ich mir schnell abgewöhnt, sonst wäre mein Schreibtisch schon längst das reinste Chaos. To-Dos und Ideen sowohl für meine Arbeit bei EY als auch für meine Dissertation verwalte ich inzwischen komplett digital per PC und iPhone.

Trotz anstrengender Phasen ist es möglich, parallel zum Job zu promovieren. Was Ihr – neben der Unterstützung durch den Arbeitgeber – dafür braucht, ist viel Geduld. Außerdem ist es für persönliche Absprachen hilfreich, wenn der Weg zur Uni nicht zu weit ist.

Wichtig ist aber auch: Genießt hin und wieder die freie Zeit am Wochenende, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben. Das macht Euch gleich wieder produktiver für die neue Woche.

Strebt Ihr auch eine Promotion neben dem Job an und habt Fragen dazu? Dann meldet Euch gerne bei mir.

Eure Eva


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