Knifflige Fragen im Bewerbungsgespräch – so kontert Ihr

Wie viele Smarties passen in einen Smart? Wisst Ihr, wie schwer Manhattan ist? Und wie viele Katzen leben eigentlich in Deutschland?

Kennt Ihr solche oder ähnliche Fragen aus dem Vorstellungsgespräch? Sie heißen Brainteaser und werden gern zum Ende des Gesprächs gestellt, wenn Ihr Euch schon entspannt zurücklehnen wollt.

In dem Moment bringen Euch solche Fragen aus dem Konzept und stellen Euch vor eine schwierige Denksportaufgabe.

Wie Ihr Euch am besten bei einem Brainteaser verhaltet, verrät Euch meine Kollegin Charlotte aus dem Recruiting Team. Also aufgepasst.

1. Ruhe bewahren

Wichtig: Die korrekte Antwort ist bei einer Brainteaser-Frage Nebensache. Wer kann schon wissen, wie viele Smarties in einen Smart passen? Euer Gegenüber möchte sich vielmehr ein Bild davon machen, wie Ihr in dieser Situation reagiert und vor allem, welchen Lösungsweg Ihr einschlagt. Oberste Devise: Ruhig bleiben.

2. Logisch und zielorientiert denken

Nicht gut: Ihr lasst spontan fünf planlose Schätzungen hintereinander raus und verhaspelt Euch dabei. Viel besser ist, Ihr geht die Sache logisch und zielorientiert an.

Dabei wendet Ihr Euer Wissen beispielsweise in Form einer Ausgangsgröße an und sucht von dort aus nach kreativen Lösungen.

Bei der Frage, wie viele Katzen in Deutschland leben, könnt Ihr beispielsweise die deutsche Gesamtbevölkerung in Haushalte aufteilen und dann mutig tippen, dass jeder zehnte Haushalt einen schnurrenden Vierbeiner hat.

Betrachtet Ihr in Eurer Überlegung dann auch noch Tierheime und freilaufende Katzen, dann beweist Ihr, dass Ihr flexibel denken könnt und über den Tellerrand hinaus blickt.

Am Ende interessiert es Euren Gesprächspartner nicht, ob Ihr genau die richtige Zahl nennt. Seid kreativ und denkt immer daran: Es gibt nicht nur einen Lösungsweg. Viel mehr verrät Euer Vorgehen etwas über Eure Motivation, Arbeits- und Denkweise und wie Ihr mit Druck umgeht.

3. Keine Panik vor Absurdistan

Manchmal stellt man Euch völlig absurde Fragen – beispielsweise, welches Küchengerät Ihr gerne wärt. Jetzt müsst Ihr Euch entscheiden: Mixer, Herd oder Kaffeemaschine.

Nein, im Ernst: Auch hier geht es nur darum, wie Ihr mit der Situation zurechtkommt und welche Argumente ihr für Eure Entscheidung findet.

Mit einer kreativen Antwort sammelt Ihr Pluspunkte. „Ich wäre gern ein Herd, weil ich bei der Arbeit gern kontrolliert unter Strom stehe.“

Die Antwort würde mir persönlich gefallen. Falls Ihr in dem Moment aber komplett auf dem Schlauch steht, gebt das lieber gleich zu und druckst nicht herum.

4. Körpersprache kontrollieren

Wer durch Brainteaser aus der Bahn geworfen wird, strahlt auch nonverbal schnell Unsicherheit aus.

Wer sich zum Beispiel an den Hals greift, fühlt sich oft unbehaglich. Wer massiv an der Frisur oder Kleidung rumfummelt, wirkt unsicher.

Deswegen: Brainteaser erkennen, tief durchatmen und Körpersprache kontrollieren. Das gilt auch für Eure Augen: Lasst sie nicht unsicher durch den Raum wandern, sondern sucht auch nach der Brainteaser-Frage immer wieder offen und freundlich den direkten Blickkontakt zu Eurem Gegenüber.

5. Authentisch bleiben

Zuletzt noch ein Tipp, der allgemein gültig ist. Bleibt immer authentisch. Ihr müsst nicht übertrieben lässig oder abgeklärt wirken. Auch das kann negativ ankommen.

Wenn Ihr für einen kurzen Moment echt überrascht wirkt, ist das vollkommen in Ordnung. Lasst Euch kurz Zeit. Danach könnt Ihr zeigen, was Ihr drauf habt.

Ich wünsche Euch viel Erfolg beim Lösen von kniffligen Brainteasern und hoffe, meine Tipps helfen Euch im nächsten Bewerbungsgespräch weiter. Übrigens: Bei mir und meinen EY-Kolleginnen und Kollegen werdet ihr im Bewerbungsgespräch üblicherweise nicht mit Brainteasern konfrontiert.

Liebe Grüße, Eure Charlotte.

Wenn Ihr schon Erfahrungen mit Brainteasern oder anderen besonderen Situationen im Vorstellungsgespräch gemacht habt, freue ich mich, wenn Ihr sie mit uns teilt.

Eure Dana

P.S. In Deutschland gab es 2013 laut Statistik des Industrie Heimtierverband e.V. 8,2 Millionen Katzen. Hättet Ihr das gewusst?


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