Exklusiv-Interview mit Marcus K. Reif: “Einstieg bei EY – Brauche ich eine Spitzen-Abschlussnote?”

 ey_absoko2013_koeln_1094Habt Ihr es schon gehört?

„Wir rekrutieren bei EY nach Potenzial und Talent.“ Aber was genau bedeutet das eigentlich? Dieser Frage wollte ich auf den Grund gehen und aussagekräftige Antworten für Euch ausfindig machen. Marcus K. Reif, Leiter Recruiting & Employer Branding GSA (Germany, Switzerland, Austria) bei EY und gleichzeitig auch mein Vorgesetzter, hat sich meiner Fragen angenommen.


Dana: Mitarbeiter nach Potenzial und Talent rekrutieren – Marcus, wie viel ist denn da wirklich dran? Bedeutet das, dass sich jemand mit Abschlussnote 4.0 bei uns mit Aussicht auf Erfolg bewerben kann?

Marcus K. Reif: Bewerben kann sich zunächst einmal grundsätzlich jeder. Mit einer 4.0 wird es sicherlich nichts werden. Es muss aber auch keine glatte 1.0 sein. Es ist klar, dass die Note auch etwas über die Kompetenzen des Bewerbers aussagt. Wir legen jedoch vor allem Wert darauf, dass der Bewerber ein passendes Persönlichkeitsprofil mit Potenzial und dem richtigen Talent aufweist.

Dana: Und was bedeutet aus Deiner Sicht ein passendes Persönlichkeitsprofil konkret?

Marcus K. Reif: Ein Talent für präzise Analysen ist in unserem Geschäft selbstverständlich von Vorteil – ebenso wie sehr gute Englischkenntnisse, denn wir bewegen uns viel auf internationalem Parkett. Wir erwarten außerdem ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein, Teamgeist und Engagement. Ein Bewerber sollte Mobilität für die Services mit und bei unseren Kunden spannend finden. Er muss aber Flexibilität nicht nur mitbringen, sondern darf dies auch von uns erwarten. Ein guter Weg in die Karriere sind ausgeprägte Lern- und Einsatzbereitschaft.

ey_absoko2013_koeln_1065Dana: Das ist ja schon einiges, was Bewerber mitbringen müssen – auch wenn man nicht der Jahrgangsbeste sein muss. In Deutschland herrscht Mangel an Fachkräften. Im Umkehrschluss aus Sicht der Bewerber bedeutet dies: Liebes Unternehmen, was kannst Du mir bieten? Was bringt denn EY mit, um die neuen Talente zu überzeugen?

Marcus K. Reif: Wir erwarten viel Potenzial und Engagement, das ist richtig. Auf der anderen Seite bringen wir dieses Potenzial auch voll zur Entfaltung. Denn die Bearbeitung immer neuer Aufgaben und Anforderungen bewirkt, dass sich unsere Mitarbeiter schnell weiterentwickeln und ihre Ziele immer weiter stecken können. Damit gehen sie eine steilere Lernkurve, was für die persönliche und fachliche Entwicklung ein exorbitanter Vorteil ist.

Stillstand, auf der Stelle treten gehören nicht zu unserem Vokabular. Bewegung, Fortschritt und Innovation schon viel eher. Das beweisen wir zum Beispiel durch die Unterstützung von Entrepreneuren. Außerdem profitieren unsere Mitarbeiter von unserem stark ausgeprägten internationalen Netzwerk und Global Mindset – sei es durch die Mitarbeit bei internationalen Mandaten, in Auslandseinsätzen oder durch die Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen. Ein großes Plus von EY ist unsere Unternehmenskultur, die von Diversität, einer modernen Kultur und Offenheit geprägt ist. Bei uns wird jede Meinung wertgeschätzt.

Dana: Was kannst Du unseren Lesern – und potenziellen Interessenten von EY – für ihre weitere Karriereplanung mit auf den Weg geben?

Marcus K. Reif: Soft-Skills sind entscheidend. Gerade die weichen Kompetenzen runden eine Biografie ab. Für alle Bewerberinnen und Bewerber gilt eben gleichermaßen, dass man monothematisch keine Karriere macht. Ein facettenreiches Talent, Motivation und Leidenschaft für die Aufgaben bauen schnell das eigene Renommee auf.

Heute suchen viele Arbeitgeber in Karrierenetzwerken nach potenziellen Kollegen. Ergo ist es wichtig, dort ebenso professionell aufzutreten, wie man es im Alltag tut. Wichtig dabei ist ein aussagekräftiges Profil mit suchmaschinenoptimierten Schlagworten, die auch außerhalb des Unternehmens verstanden werden.

Der Fokus auf möglichst gradlinige Lebensläufe wird schwächer. Im Bewerbungsprozess sind Individualität und Kreativität gefragt. Dabei sollte man es aber nicht übertreiben und die Seriosität wahren. Als Fazit kann ich feststellen, dass vor allem eins wichtig ist: Bewerber müssen uns persönlich überzeugen können – denn was auf dem Papier steht, muss auch in der Praxis bewiesen werden!

Dana: Vielen Dank für das interessante Gespräch, Marcus.

Ich persönlich nehme diese Entwicklung der Unternehmen als sehr positiv wahr. Gute Leistungen und ein straffes Studium sind sicherlich Indikatoren für theoretische Kompetenzen. Sie können aber praktische Erfahrung nur ergänzen – nicht ersetzen. Deshalb lautet mein Tipp an Euch:

Sammelt viele praktische Erfahrungen durch Praktika, Werkstudententätigkeiten und Nebenjobs. So wisst Ihr, ob Ihr in die richtige Richtung geht. Und außerdem machen sich diese Stationen gut in Eurem Lebenslauf!

Was denkt Ihr?
Eure Dana


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